Folge 49: Peter Lutz - Streuobstberater

Shownotes

Peter Lutz ist in der Naturschutzbehörde im Landratsamt Aschaffenburg als Streuobstberater tätig. Seit etwa zwei Jahren berät er Landwirte, Bürger und Institutionen rund um das Thema Streuobst. Möglich macht das der Bayerische Streuobstpakt, der zum Ziel hat, bis 2035 eine Million zusätzliche Streuobstbäume zu pflanzen.

Peter Lutz kommt aus der Region und kennt sich aus: Der Obernburger hat einen Bachelor in Gartenbau und einen Master im nachhaltigen Pflanzenbau. Wann immer es um Pflanzung, Pflege und auch Fördermittel für Streuobst in der Region geht, ist er der erste Ansprechpartner.

In der neuen Folge von SpessartGebabbel, sprechen wir mit ihm darüber, was hinter dem Bayerischen Streuobstpakt steckt und wieso der Erhalt unserer Streuobstwiesen so wichtig für unsere Kulturlandschaft ist. Der 34-Jährige erklärt uns, wo der Begriff Streuobst herkommt und welche Obstsorten dazu zählen.

Wir tauchen ein in die Wiesen und erfahren, dass sie wichtige Lebensräume für viele Tierarten sind und ein prägender Bestandteil unseres heimatlichen Landschaftsbildes. Außerdem erklärt Peter uns, wie wir alle zum Erhalte unserer Streuobstwiesen beizutragen.

Nicht zuletzt werfen wir einen Blick voraus auf die Traditionsveranstaltung des 27. Regionalen Apfelmarkts, der dieses Jahr am 11. Oktober in Aschaffenburg stattfindet und mit großer Apfelausstellung, Pomologen, Familienangeboten, Fachvorträgen und jeder Menge Apfel-Kulinarik ein Festival rund um die Paradiesfrucht verspricht.

Alles rund ums Streuobst am Bayerischen Untermain gibt es hier: https://infoportal-streuobst-untermain.de/ Informationen zum Streuobstpakt Bayern: https://www.streuobstpakt.bayern.de Weitere Folgen zum Spessart-Gebabbel gibt es wie immer auch hier: www.spessartgebabbel.de Alles über Tourismus, Freizeit, Touren und Veranstaltungen im gesamten Spessart und Mainviereck unter: www.visitspessart.de

Transkript anzeigen

00:00:02: Es fing bei mir quasi schon in der Kindheit an.

00:00:18: Bei meinen Eltern zu Hause, wir hatten einen großen Garten.

00:00:21: Meine Großeltern haben den selbstversorgerisch bewirtschaftet.

00:00:26: Streuhofswiesen haben natürlich im Allgemeinen einen sehr hohen kulturellen und ökologischen Wert.

00:00:31: Streuhovsbestände gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa, bis zu fünf tausend Tier- und Pflanzenarten können auf Streuhofswiesen vorkommen darunter eben auch selten gefährdete Arten Kriegt er bei uns total das Landschaftsbild.

00:00:44: Es gibt hier schon ewig lang die Kultur um Streuhofswiesen, also um die ganzen Produkte, die da entstehen der Öppelweihe, der da gekältert wird.

00:00:53: Streuswiesen sind quasi immer als Grundlage für Lebensmittel hergehalten und genutzt.

00:00:59: Dadurch dieser hohe kulturelle Wert auch der Streuhofswiesen.

00:01:05: Mein heutiger Gesprächspartner ist Peter Lutz.

00:01:08: Er arbeitet in den Naturschutzbehörde im Landratsamt Aschaffenburg Streuobstberater.

00:01:15: Seit etwa zwei Jahren berät der thirty- vierjährige Landwirte, Bürger und Institutionen rund um das Thema Streuobst.

00:01:25: Peter weiß wovon er spricht!

00:01:26: Der Obernburger hat einen Bachelor in Gartenbau und einen Master im nachhaltigen Pflanzenbau.

00:01:32: Wann immer es um Pflanzungen pflege und auch Fördermittel für Streuobs Obst in die Region geht ist eher der erste Ansprechpartner.

00:01:41: Heute spreche ich mit Ihnen darüber, wie wichtig der Erhalt unserer Streuobstwiesen für unsere Kulturlandschaft ist.

00:01:46: Was wir alle beitragen können, was hinter dem Begriff Streu Obstpakt steckt und natürlich auch über den regionalen Apfelmarkt, der dieses Jahr in Aschaffenburg stattfindet.

00:01:56: Hallo Peter!

00:01:57: Grüß dich schön dass du da bist.

00:01:59: Ja hallo sehr gerne Danke für die Einladung.

00:02:03: Einiges habe ich schon angesprochen.

00:02:06: Du bist etwas von dem vielleicht viele gar nicht wissen, dass es sowas gibt.

00:02:10: Und deswegen wäre das auch meine erste Frage schon mal du bist Streuobstberater und hast darüber hinaus was heißt darüber hinaus vorher eine akademische Ausbildung im Garten- und Pflanzenbau gemacht.

00:02:21: jetzt die Frage Wie wird man denn zum Streu Obstberator?

00:02:25: Was machst du eigentlich da?

00:02:27: Ja, also letzten Endes über Interesse am Thema.

00:02:31: Also es fing bei mir quasi schon in der Kindheit an.

00:02:34: Bei meinen Eltern zu Hause wir hatten einen großen Garten.

00:02:37: meine Großeltern haben den selbstversorgerisch sage ich jetzt mal bewirtschaftet eben Gemüse angebaut Obst angebaut Haben mich da immer schon mitgenommen als von klein auf war Ich quasi so in diesem Ja, Pflanzenbau-Thema quasi mit drin.

00:02:53: Und hast du das gerne gemacht oder wurdest Du in Anführungszeichen gezwungen?

00:02:57: Du musst hiermit helfen!

00:02:58: Nee ich habe das total gerne gemacht und hab da auch schon früh ja total viele Freiheiten eben gekriegt konnte da meine eigenen Beete quasi anlegen.

00:03:08: also meine Großeltern haben das wirklich super gemacht um mich dann dieses Thema einfach ran zu führen genau und es ist auch immer noch eine schöne Erinnerung.

00:03:18: Genau, was meine Großeltern eben nicht konnten war Bäume schneiden.

00:03:23: also das war dann immer so.

00:03:25: da kam ab und zu jemanden der es eben gemacht hat und das hat mich total fasziniert.

00:03:32: Also da war ich dabei gestanden habe Fragen gestellt wieso schneidet er jetzt den erst ab?

00:03:37: Wieso das?

00:03:38: Und genau wie gesagt da war ja, fokussiert da drauf.

00:03:43: Und was hattet ihr dafür?

00:03:44: Bäume?

00:03:45: Also mit welchen bist du da quasi groß geworden?

00:03:47: war das Äpfel oder mehrere

00:03:49: Sachen?

00:03:49: Ja also das war quasi so wie man sich es vorstellt einfach im Garten alles mögliche, also Äpfeln, Zwetschgen, Biern, Kirschen also wirklich die komplette Artenvielfalt genau und das Thema hat mich dann eben nicht mehr losgelassen habe dann irgendwann selbst angefangen eben Bücher zu lesen, zu dem Thema habe mich da eingearbeitet.

00:04:12: Habe dann selbst geschnitten und nach wie vor hat mich das Thema bisher nicht mehr losgelassen.

00:04:20: Darüber bin ich auch zum Gartenbaustudium gekommen mit dem Schwerpunkt Obstbau.

00:04:28: Während des Studiums war Ja, letzten Endes im Streuobst ein bisschen tätig.

00:04:34: Dadurch dass ich bei einer Thüringer Streuobs-Initiative da konnte ich mithelfen beinahe Ausbildungsbroschüre die Schadbilder zu beschreiben.

00:04:44: also das war super genau ja

00:04:47: und Du hast gerade gesagt in Thüringen wo hast du dieses Studium gemacht?

00:04:50: An der Fachhochschule in Erfurt In Erfurg Genau.

00:04:53: Und wie muss man sich das vorstellen?

00:04:55: ist es dann Pure Theorie oder habt ihr da auch ein Versuchsgarten?

00:05:03: Gartenbau ist eigentlich eher was Praktisches.

00:05:07: Also das ist in Erfurt ganz super, da gibt es ein riesengroßes Gelände eben mit mit Beten, wo alles Mögliche angebaut wird.

00:05:15: Wo man eben dann auch wirklich sieht wie sind die Kulturverfahren?

00:05:19: Es gibt Flächen mit Obstbäumen also da ist mal wirklich gut aufgestellt.

00:05:24: es gibt ein Versuchsgewächshaus wo eben Versuche stattfinden Bewässerungsversuche Düngeversuche.

00:05:32: also da wird man wirklich richtig gut ausgebildet und ja kann da sein Interesse eigentlich komplett komplett ausleben.

00:05:43: Das war jetzt noch nicht mit Spezialisierung irgendwie auf Obst, sondern da lernt man alles.

00:05:47: Von Karotte über Apfel bis hin zu, keine Ahnung, Mais oder so?

00:05:51: Genau!

00:05:52: Ich sage mal im Grundstudium, da lernte man letzten Endes alles was gartenbauliche Kulturen betrifft also von Gemüse über Obst zu Zierpflanzen, Baumschule... Also auch Blumen und

00:06:03: so?!

00:06:04: Ja genau!

00:06:05: Auch Blumen ja!

00:06:06: Und kann sich dann eben später auf einen Schwerpunkt festlegen, beziehungsweise zwei Schwerpunkte.

00:06:12: Das war jetzt bei mir halt eben Obstbau und Gemüsebau hat mich am meisten interessiert.

00:06:17: Und ja...

00:06:21: Das heißt das ist noch beides für dich spannend.

00:06:23: oder bist du jetzt voll auf die Schiene Obst gegangen?

00:06:26: Also Interesse halber meine ich.

00:06:29: Also nach wie vor ist beides noch für mich spannend.

00:06:31: Ich baue auch selber gerne immer im Garten Gemüser an aber natürlich überwiegt jetzt bei mir schon der Obstanteil auch ganz klar eben durch den Beruf als Streuobesberater.

00:06:43: Das

00:06:44: ist ein gutes Tischwort, du bist jetzt Streuobsberater aber diese Stelle gibt es ja soweit ich weiß noch gar nicht so lange.

00:06:52: das heißt als du studiert hast wusstest du vermutlich noch gar nichts dass es diesen Beruf gibt oder?

00:06:57: Genau also als ich angefangen habe zu studieren gab's den Beruf ja auch noch nicht.

00:07:02: er wurde dann quasi eben im Sinne des Streuobspakts dann erst ins Leben gerufen.

00:07:09: Davon habe ich dann während meines Studiums mitbekommen, also während ich noch studiert hab gab's dann diese Stellen.

00:07:14: die wurden ausgeschrieben.

00:07:15: das habe ich schon mit bekommen war dann auch total interessiert schon daran und hab gedacht ja das wäre ja eigentlich genau das was mich interessieren würde und hab halt eben aber noch studiert.

00:07:29: von daher kam das für mich noch zu früh, war noch nicht fertig mit dem Studium und konnte mich da eben noch nicht bewerben.

00:07:36: Hatte dann das Glück, dass zum Ende meines Studiums also während ich meine Masterarbeit dann geschrieben habe diese Stelle in Miltenberg und Aschaffenburg als Elternzeitvertretung ausgeschrieben war

00:07:49: Die Stelle eines Streuobstberaters?

00:07:51: Genau!

00:07:51: Also die Streuobsperaterin war es damals in Milternberg und in Aschappenburg für die zwei Landkreise, die ist eben in Elternzeit gegangen Und für die Zeit wurde dann eben jemanden gesucht, der das übernimmt.

00:08:06: Hat natürlich für mich zeitlich perfekt gepasst.

00:08:08: Das war halt wirklich einfach Glück.

00:08:10: und dann

00:08:10: auch noch in der Heimat?

00:08:11: Genau!

00:08:12: Also wirklich perfekt für mich und habe mich dann darauf beworben, meine Masterarbeit noch fertig gemacht hatte des Vorstellungsgesprächs und bin dann eben auch genommen worden.

00:08:24: Sofort eingestiegen.

00:08:26: Du hast gesagt, die Stellen wurden geschaffen weil es einen Streuobstpakt gibt.

00:08:31: Was genau verbirgt sich dahinter und wo gibt es diesen Streuabstpak?

00:08:36: Den Streuungspakt gibt's in Bayern.

00:08:38: Der wurde unter dem Motto, es lebe die Vielfalt quasi im Oktober zwanzig-einundzwanzig unterzeichnet und ist letzten Endes ein Abkommen zwischen der bayerischen Staatsregierung und acht Verbänden aus Naturschutz, Landwirtschaft, Industrie.

00:08:52: also beispielsweise der Bund Naturschutz ist da dabei, der Landesbund für Vogelschutz, die Landschaftspflegeverbände Und der Streuhofs-Pakt hat eben das Ziel, den Streuhofbestand in Bayern so zu erhalten wie er ist.

00:09:09: In der Fläche quasi und bis zu zweizig fünfunddreißig noch zusätzlich eine Million neue Streuaufsbäume zu pflanzen.

00:09:17: Das Geld kommt dann vom Bayerischen Staat oder vor allem?

00:09:20: Oder wer finanziert

00:09:22: es?

00:09:22: Genau.

00:09:22: also finanzierte es zum einen durch den Freistaat Bayern, zum anderen aber auch über Bundes- und EU Mittel.

00:09:30: Das heißt du und dann gibt es verschiedene Streuobst.

00:09:35: im Rahmen des Praktes wurden dann Streuobsberaterstellen geschaffen in ganz Bayern?

00:09:40: Und ihr müsst dabei helfen dass eine Million Bäume bis zu zwei fünfunddreißig in Bayern mehr stehen im Streuobst.

00:09:47: Richtig?

00:09:47: Genau, ja.

00:09:48: also um dieses Ziel zu erreichen wurde eben die bestehende Förderlandschaft ausgebaut wird erweitert.

00:09:55: es gibt Forschungen dazu eben auch jetzt die Beratungen und die Öffentlichkeitsarbeit und wir als Streuobsberater sind da eben an den unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter dafür zuständig und sind da die Ansprechpartner um diesen Streuofspakt umzusetzen.

00:10:14: Und wie ganz konkret machst du das?

00:10:17: Also was sind deine täglichen Aufgaben, wie hilfst Du dabei diesen Streuerspakt auch umzusetzen.

00:10:21: Also redest Du mit Landwirten oder rufen Dich Bürger an und fragen Wie kann ich mein Baum schneiden?

00:10:27: oder Was warst Du da?

00:10:29: Ja, letzten Endes so.

00:10:30: Also wie ist die Berufsbezeichnung?

00:10:31: schon verrät berate ich zum Thema Streuobst?

00:10:34: Das heißt, ich bin Ansprechpartner in erster Linie für Leute aus der Landwirtschaft aber auch für Privatpersonen Verbände Vereine, die sich eben über die Fördermöglichkeiten im Rahmen des Streuopspakts informieren wollen.

00:10:47: Das heißt es gibt ja innerhalb des Streuspaks unterschiedliche Förderprogramme zum Erhalt zur Pflege und auch zur Pflanzung von Streu Obstbeständen.

00:10:57: genau das sieht dann Konkret so aus, bei Landwirten zum Beispiel.

00:11:01: Die wollen sich meistens informieren.

00:11:03: was für Fördermöglichkeiten kann ich bekommen für die Bewirtschaftung der Fläche?

00:11:07: also wenn die jetzt zum Beispiel besonders naturschonend eben bewirtschaften beziehungsweise die Streuaufsbäume so wie sie sind erhalten Genau, und die eben nicht ummachen sondern dass sie auf der Fläche stehen bleiben gibt es da eben Förderungen.

00:11:24: Bei Privatpersonen ist natürlich oft das Thema Neupflanzungen also die interessieren sich hauptsächlich für die Pflanzung aber auch für die Pflege.

00:11:31: wenn die jetzt irgendwo ein Streubstück haben das zum Beispiel länger nicht mehr gepflegt wurde aber immer noch erhaltungswürdig gibt es da eben Fördermöglichkeiten, um dann eine Initialpflege zu machen und in den nächsten Jahren wieder von der Person kontinuierlich bewirtschaftbar ist.

00:11:53: Also zum Beispiel ich habe einen Streifenacker von der Oma geerbt und da stehen Bäume rum und ich weiß nicht was ich machen soll?

00:11:58: Genau entweder stehen da schon Bäume und ich will das wieder nutzen, brauche aber für die Initialpflege einfach mal Hilfe, dann gibt's da Möglichkeiten.

00:12:08: oder Es ist auch so, dass ich sagen will.

00:12:11: Ich will dann eine neue Streuobstwiese anlegen und dann gibt es eben die Möglichkeit da auch gefördert an Bäume zu

00:12:16: kommen.".

00:12:17: Und berätst du nur dazu und sagst also wenn Du das machst kriegst Du vielleicht so viel?

00:12:21: Dann gibts noch einen Topf für das.

00:12:22: oder gehst Du auch hin und schaust Dir die Sachen vor Ort an?

00:12:25: Ich gehe auf jeden Fall auch hin.

00:12:27: Schau mir das vor Ort gerne zusammen mit den Personen um einfach da ins Gespräch zu kommen, zu schauen... Um was geht es da jetzt genau?

00:12:36: Ist die Fläche geeignet, also der Standort spielt auf jeden Fall eine Rolle.

00:12:41: Ist das zu nass oder trocken?

00:12:43: Das ist auch ein Thema.

00:12:47: Die letzten zwei Jahre waren okay aber gerade dieser Sommer ist wieder extrem heiß und extrem trocken.

00:12:54: Da muss man auf jeden Fall einen Augenmerk drauf haben, wenn man jetzt zum Beispiel wirklich einen sehr mageren Südhang hat wo wirklich den ganzen Tag dann im Sommer die Sonne drauf knallt.

00:13:03: Dann ist es nicht mehr so die Top-Lage um jetzt noch neue Streuhofsbestände anzulegen.

00:13:08: also da muss man immer wirklich abwägen und muss von Fall zu fall schauen, ist es da auch wirklich sinnvoll jetzt Streuobes anzulegen.

00:13:17: Also du guckst dir das an und könntest zum Beispiel auch zu dem Schluss kommen also hier lohnt sich eine Initialpflege um dann mal wieder was draus zu machen.

00:13:24: aber in einem anderen Fall könnte es sein dass es besser ist es ganz weg zu machen.

00:13:27: oder wie ist er?

00:13:29: Also ganz wegzumachen nicht!

00:13:31: Aber es geht natürlich schon drum.

00:13:33: also wenn ja Fördermittel dafür eingesetzt und wenn jetzt absehbar ist...also da lohnt es sich quasi nicht mehr Dann lässt man es da auch wirklich sein.

00:13:46: Es ist dann schon eine Abwägung, wo man mit Fördermitteln reingeht und was Sinn macht und wo es eben keinen Sinn

00:13:53: macht.".

00:13:54: Und du hilfst bei der Beantragung dieser Fördtermittel oder entscheidest Du über die Vergabe?

00:13:59: Ne!

00:14:01: Also ich berate quasi.

00:14:02: wenn's jetzt um Privatpersonen geht... kriegen von mir die Infos, wie kommen sie dann an die Bäume?

00:14:08: Das läuft dann meistens über den Landschaftspflegeverband in der Schaffenburg.

00:14:13: Der eben so als Sammelantragsteller fungiert, eben den Antrag für mehrere Privatpersonen stellt und dann im Nachgang wenn dieser Antrag bewilligt wird, die Bäube dann wieder ausgibt.

00:14:26: an die Privatpersonen also genau.

00:14:28: Und die Bäime kriegt man umsonst oder muss man da eine prozentuale Förderung?

00:14:33: oder wie ist das jetzt, wenn ich da was anlegen möchte?

00:14:35: Also grundsätzlich gibt's für die Pflanzung eine Neunzig-Prozent-Förderung.

00:14:38: Für die Privatpersonen sieht es aber in aller Regel so aus, dass sie eben dann für die Bäume nichts bezahlen müssen.

00:14:45: Die zehn Prozent einen Anteil bleibt beim Landschaftspflegeverband hängen.

00:14:49: Aber die Leute kriegen das ... kriegen die Bäumen umsonst ja?

00:14:52: Aber die müssen dann schon irgendwie auch sich verpflichten, sich drum zu kümmern.

00:14:55: oder wie ist das geredet?

00:14:56: Ja

00:14:57: genau auf jeden Fall!

00:14:58: Die müssen sich darum kümmern und quasi dafür gerade stehen, Da sind wo sie hin sollen, müssen pflegen.

00:15:08: Also das ist ganz klar.

00:15:09: also der langfristige Halt steht da steht er dann schon im Vordergrund.

00:15:13: also und dass es schon auch ein Thema also gepflanzt ist immer schnell was dann hinten dran steckt ist dann nochmal eine ganz andere Sache.

00:15:22: Wie weit seid ihr denn?

00:15:23: Also jetzt für dein Bereich.

00:15:25: kannst du sagen Das der Streuobst packt den es ja jetzt seit?

00:15:28: ich glaube fünf Jahren?

00:15:29: hast Du gesagt oder ging das los Hat's schon was gebracht oder muss man noch ein bisschen abwarten?

00:15:34: Wie ist so der Stand der Dinge.

00:15:36: Nee, also es hat auf jeden Fall etwas gebracht.

00:15:37: ich denke wenn man so durch die Landschaft fährt sieht man auch wirklich wieder überall mal eine neue Fläche sieht auch auf jeden fall dass das flächen gepflegt werden.

00:15:49: Also das finde ich ganz augenmerklich.

00:15:52: ja drittes in erscheinung dass da wirklich was passiert.

00:15:56: von daher sind wir da Aus meiner Sicht auf einem guten Weg sind natürlich total angewiesen auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung, dass es auch immer wieder interessierte Leute gibt die eben im Streuobstbereich was machen wollen.

00:16:12: Bevor wir auf die Streuobswiesen zu sprechen bekommen vielleicht was wir auch mal klären sollten ich weiß es selbst nicht und viele wissen es auch nicht warum heißt das eigentlich Streuubst?

00:16:20: also was verblickt sich dahinter?

00:16:22: Ja, genau.

00:16:23: Also so...

00:16:23: Und was ist das überhaupt?

00:16:24: Nur Äpfel oder alles, was an Bäumen wächst?

00:16:27: Genau.

00:16:27: also jetzt mal auf den Begriff zu kommen.

00:16:29: Ich glaube so ganz eindeutig geklärt ist es gar nicht.

00:16:33: Es ist zumindest relativ schwierig rauszufinden, was ist es jetzt genau.

00:16:39: Was man denke ich sagen kann ist dass der Begriff Streuobst in den fünftiger Jahren aufgekommen ist eben als Unterscheidungsbezeichnung zwischen dem traditionellen Hochstamm Anlagen, die wir heute als Streupswiesen bezeichnen und den damals aufkommenden modernen Niederstammplantagen.

00:16:57: Genau also das ist ja was anderes in den Plantagen wo wirklich hauptsächlich Tafelobst produziert wird.

00:17:04: da hat man ganz kleine Bäume die in der Reihe in kleinen Abständen eben zueinander stehen und sie dann

00:17:12: auf Masse und produziert werden oder wie

00:17:17: Ja, genau.

00:17:17: Die einfach halt dann hauptsächlich Tafel-Obs zum Direktverzehr produziert werden.

00:17:23: und das ist halt dann das Obst dass man hauptsechtlich dann im Supermarkt eben kaufen kann.

00:17:30: Und das andere ist Wechshalt und wird vermutlich meistens Ja, was macht man damit?

00:17:36: Versaftet oder...?

00:17:37: Ja also wächst halt... Zoka ist auch ein bisschen zu einfach formuliert glaube ich.

00:17:43: Also es steckt da schon auch echt viel Pflege drin und man muss da auch viel Herzblut reinstecken um da auch wirklich ertragreiche und gesunde vitale Streuobststände zu erhalten.

00:17:58: Da ist auf jeden Fall steckt ja einiges hinten dran wie du's schon richtig sagst dass allermeiste Obstwasser auf Streuobstwiesen produziert wird, wird in irgendeiner Form verarbeitet.

00:18:10: Also hauptsächlich versaftet oder zum eben gebrannt oder getrocknet oder wie auch immer Apfelmus.

00:18:19: Aber alles ... es sind nicht nur Äpfel, auch wenn die vielleicht bei uns vorherrschen sondern auch Birnen und Zwetschge und Alles ist Teil des Streuобsts?

00:18:28: Genau ja.

00:18:28: also da gibt's jetzt keine krasse Abgrenzung, also letzten Endes alle Obstarten die jetzt so bei uns vorkommen können Streuobst sein.

00:18:38: Also das Hauptmerkmal was die Unterscheidung eben ist sind die hochstämmigen Bäume.

00:18:45: Das heißt wir haben im Streuobsanbau einen Kronenansatz von in der Regel so ein Meter Achtzig.

00:18:51: Also erst da geht dann der erste wirkliche Leitast los vom Baum und wir haben eben die weiten Abstände.

00:18:59: Der Baum als solches ist immer noch als Einzelner erkennbar.

00:19:02: Das heißt, wir haben kein... Wie man es eben von den Plantagen kennt keinen reigen Bestand auch wenn Streuobstwiesen natürlich oft in Reihen angelegt sind.

00:19:12: aber es ist so dass der Einzelbaum durch die großen Abstände von zehn zwölf fünfzehn Meter immer noch also als solcher erkennbare ist und halt auch sehr alt werden kann und ein großer Baum wird.

00:19:26: Also es hat ja auch auf jeden Fall was Ästhetisches, ne?

00:19:28: So eine Streuupswiese.

00:19:29: Oh, ich geh halt jetzt im Frühling mit Blüten oder im Herbst aber... Bringt mich zu der nächsten Frage warum ist denn oder warum kam man auf die Idee über diesen Streuupspakt der Meinung zu sein dass der Halt oder vielleicht sogar die Vergrößerung von Streuubswiesen so wichtig ist?

00:19:48: also das bringt uns eine Streusuppswiese.

00:19:50: Man könnte ja auch etwas anderes anpflanzen.

00:19:51: also was steckt dahinter?

00:19:54: Streuobstwiesen haben natürlich im Allgemeinen einen sehr hohen kulturellen und ökologischen Wert.

00:20:00: Streuobsbestände gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa, Ja, bis zu fünf Tausend Tier- und Pflanzenarten können auf Streuhofswiesen vorkommen.

00:20:10: Darunter eben auch seltene gefährdete Arten, die genau auf diesen halb offenen Lebensraum angewiesen sind.

00:20:17: Zum Beispiel

00:20:18: warst du da mal so ein zwei?

00:20:19: Genau also bei uns ist es ja hauptsächlich der Steinkauts, der immer in Verbindung gebracht wird mit Streuhofswiesen wird denes dann auch bestimmte Projekte gibt im Steincautsgebiet das da verstärkt.

00:20:33: nachgepflanzt wird, dass da gepflegt wird um eben diese Streuhofsbestände dort als Lebensraum auch für den Steinkauts.

00:20:39: Und wie

00:20:39: nutzen die das?

00:20:40: Also bauen sie sich eine Höhle im Baum oder was machen die genau da?

00:20:44: Ja genau also der Steinkauts benutzt quasi größere Höhlen die zum Beispiel durch Astbruch entstanden sind.

00:20:51: Das heißt irgendwo irgendwann bricht mal ein größerer Ast von dem Baum ab Da faulst dann quasi ins Holz rein und nach und nach entsteht dann Ja, diese Baumhöhle die dann für den Steinkauts eben sehr attraktiv ist als Nistmöglichkeit um da die Jungen groß zu ziehen und sich auszubereiten.

00:21:13: Gibt es sonst auch

00:21:14: Arten oder besondere Arten die auf diesen Streubswiesen angewiesen sind?

00:21:21: Also es gibt, durch die Vielzahl der Arten da jetzt Einzelne immer rauszunehmen ist natürlich irgendwo schwierig und das kommt auch immer darauf an wo man unterwegs ist.

00:21:31: Generell sind's eben alle möglichen Höhlenbrüder wenn man über Vögel spricht aber auch Reptilien, Fledermäuse, Zeugetiere also alles Mögliche auf Streuobstwiesen Ja, beheimatet und man muss sich echt überlegen welche wild lebenden Tiere nicht auf Streuopswiesen vorkommen bei uns.

00:21:55: Also es sind wirklich sehr, sehr arten- und tierreicher...

00:22:00: Also Artenschutz?

00:22:03: Erhalt der Kulturlandschaft.

00:22:04: gibt's sonst noch Gründe warum wir die Streuoppswiesen erhalten sollten?

00:22:11: Was man vielleicht noch sagen kann also was an Streuobswiesen ja so besonders ist das ist kein Lebensraum der jetzt natürlich entstanden ist bzw den Gapes ohne das Zutun des Menschen so nicht.

00:22:22: Das ist eigentlich sehr, sehr einzigartig.

00:22:24: Also erst die Kulturleistung, die der Mensch voll bringt durch die entsteht erst dieser hochwertige naturschutzfachlich-hochwertige Lebensraum und das ist denke ich sehr einzigiartig und erhaltenswürdig ja.

00:22:40: Das heißt es ist nicht nur etwas für sagen wir mal Natur und Artenschutz sondern auch eine Art Kultur Schatz, den wir da haben.

00:22:49: Kann man das so

00:22:50: sagen?

00:22:50: Ja auf jeden Fall!

00:22:52: Das prägt ja bei uns total das Landschaftsbild.

00:22:56: Es gibt hier eben schon ewig lang die Kultur um Streuobstwiesen also um die ganzen Produkte, die da entstehen.

00:23:04: Bei uns ist es vor allem der Apple-Voy, der da gekältert wird.

00:23:09: Also der schon Streusbiesen immer quasi als auch Grundlage für Lebensmittel hergehalten und genutzt.

00:23:19: Und dadurch eben dieser hohe kulturelle Wert der Streuaufswiesen, also als Nahherholungsgebiete bei uns super wichtig.

00:23:27: Aber die sind alle mal, wenn man so will von Menschen gepflanzt worden um damit Produkte zu erzeugen?

00:23:37: Also im Prinzip Obst zu erzeugen richtig?

00:23:40: Ja, genau so ist das.

00:23:41: Also ohne den Mensch gibt es keine Streuaufswiesen-Sovise eben jetzt vorkommen bei uns in der Landschaft.

00:23:49: Kannst du denn sagen wie es jetzt bei uns ... sagen wir mal... Du bist ja für Landkreis Aschaffenburg zuständig aber warst auch mal im Landkreist Militmerk.

00:23:58: Wie von welchen Flächen reden wir da?

00:24:00: Wie viele Bäume oder wie viel Hektar gibts denn Streuobst bei uns?

00:24:04: Also so genau ist das natürlich schwer zu sagen.

00:24:07: die letzte Wirkliche Obstbaumzählungen geht aus dem Jahr nineteen fünf und sechzig zurück.

00:24:11: Oh,

00:24:12: okay

00:24:13: genau Es gibt Zahlen aus zwei tausend siebzehn wo eben mal vereinzelt Bereiche gezählt wurden beziehungsweise kartiert wurden.

00:24:22: wie sieht's denn da aus?

00:24:23: Und wenn man das mal so ein bisschen vergleicht miteinander verrechnet Sehen wir letzten endesten Rückgang von damals also nineteen fünfundsechzig noch vierhundert sechszigtausend Bäume jetzt für den Landkreis erschaffen wurde.

00:24:36: gesprochen auf Ja, knapp hunderttausend.

00:24:39: Also wir haben da einen Rückgang von knapp achtzig Prozent und es wird auch immer noch einen weiteren Rückgang geben eben aufgrund der Altersstruktur.

00:24:50: also wir haben jetzt wirklich viele Bäume die so langsam an ihr Ende kommen.

00:24:59: Wie lange sind sie fit?

00:25:00: Wenn wir über den Apfel sprechen dann kann man mal grob hundert Jahre sagen, wenn der auch wirklich gut ausgebildet ist.

00:25:09: Wenn er gut erzogen war heißt stabile Krone, vital wächst dann kann so ein Apfelbaum hundert jahre oder auch ein bisschen älter werden.

00:25:20: Birnen können darüber hinaus noch deutlich älder werden.

00:25:23: also da kann man auch über zweihundert Jahre so einen Birnbaum erhalten.

00:25:28: genau Allgemein ist unsere Region natürlich sehr streuobstreich, wenn man es jetzt mal mit anderen Regionen in Bayern vergleicht.

00:25:37: Von daher haben wir hier auf jeden Fall einen Streuobsschwerpunkt in Bayern ja.

00:25:43: Ja und wenn man jetzt sagt das interessiert mich das Thema ich möchte mal sowas sehen oder erleben der Sache näher kommen.

00:25:54: Gibt es dann hier

00:25:55: bestimmte

00:25:56: Punkte, wo du empfehlen würdest?

00:25:57: Geh doch mal dahin oder fahrt auch mal zu dem Weg weil da kannst du genauer sehen oder erfahren.

00:26:03: Ja also ich sage mal das Schöne an Streu-Obs ist ja eigentlich bei uns in der Region dass es quasi überall in der freien Flur verfügbar ist.

00:26:12: zu erleben ist in der Landschaft.

00:26:13: Das heißt man zieht sich einfach die Schuhe an läuft durch die Flur und kann dann eben die schönen Streuobflächen Zähnen bewundern, erleben.

00:26:23: Und die besonderen Flächen sind für mich immer die, die durch die entsprechende Bewirtschaftung ... Das heißt eine angepasste Mathe.

00:26:31: Die Pflege von den Bäumen unterschiedlicher Altersstruktur eben dann den hohen naturschutzfachlichen Wert auch haben.

00:26:40: Durch die Anlage so wie die Bäume stehen also was ich vorhin schon gesagt habe diese weiten Baumabstände der hohe Kronenansatz.

00:26:49: Das schafft dann auch eben diesen offenen Charakter, man geht in die Streuauswiese und fühlt sich nicht eingeengt was man ja vielleicht vermuten könnte durch diese großen Bäume aber es erdrückt überhaupt nicht.

00:27:01: Man hat eben eher so diesen offene Charakter und fühlte sich da wirklich wohl kann dann ebenso einiges an den von den Tieren und Pflanzen erleben und Zähnen entdecken.

00:27:15: Von daher will ich mich da jetzt nicht auf einzelne Flächen festlegen, also geht einfach raus und geht in die Landschaft.

00:27:22: Schaut euch da die Streuobstbestände an und schaut mal was es da alles zu entdecken

00:27:28: gibt.".

00:27:29: Wie ist das eigentlich?

00:27:31: Ist ja so der Klassiker, man läuft durch die Landsschaft kommt einer Straubstvise vorbei.

00:27:35: darf man sich offiziell einen Apfel nehmen und den essen?

00:27:38: Wahrscheinlich nicht, oder?

00:27:39: Weißt du das?

00:27:40: Nee.

00:27:40: Also wenn man jetzt auf eine Streuungswiese geht die einem nicht selber gehört sollte man da jetzt also weder sich ein Apfel nehmt noch irgendwie auf die Idee kommen da jetzt großfähig zu ernten?

00:27:52: ich meine natürlich kann man schauen.

00:27:55: Wenn es jetzt da offensichtlich niemand da ist der da bewirtschaftet muss man halt schauen.

00:28:01: krieg ich raus.

00:28:02: wem gehört dass?

00:28:03: Kann ich das vielleicht... Wir

00:28:05: wollen jetzt hier nicht zu Straftaten haben.

00:28:07: Auf

00:28:07: keinen Fall, also da sollte man schon Rücksicht vor den Eigentümern haben, dass niemandem das Obst wegnimmt genau.

00:28:17: Ich denke, das zentrale Obst ist ja wie du es schon gesagt hast bei uns der Apfel.

00:28:21: weiß man denn wieder so das Verhältnis zwischen Apfel und anderen Obstsorten auf unseren Streubswiesen?

00:28:27: gibt's da Untersuchungen oder?

00:28:28: Kann man das nur schätzen?

00:28:30: Ja, die gibt's.

00:28:31: Also wie du schon sagst bei uns ist natürlich der Apfel die vorherrschende Art.

00:28:36: also je nachdem wo man genau ist hat man irgendwo Bestände von sechzig bis achtzig Prozent eben Apfel mit ganz unterschiedlichen Sorten.

00:28:46: also was bei uns häufig vorkommt is der reinische Bodenapfel Der Bosskopf Die Goldpalmene Netterer Kaiser Wilhelm wird vielleicht einigen was sagen.

00:28:55: Danach kommen dann diese Arten Birne, Kirche, Pflaume, Walnos.

00:29:00: Aber man muss schon sagen also der Apfel ist klar hat hier die die Hoheit auf jeden Fall

00:29:06: und wirkt sich ja auch denke ich auch kulinarisch aus.

00:29:10: Wir sind ja Emblewoll Region Es gibt Apfelmus es gibt Apfelsäkko es gibt Edel es gibt Brände.

00:29:17: Es ist schon wirklich ein Kulturgut kann man denke ich sagen in unserer Region.

00:29:23: Zum Kulturgut oder zur Tradition zählt auch der regionale Apfelmarkt.

00:29:28: Das ist mittlerweile, ja kann man schon sagen, auch wenn es nur dreißig Jahre sind also nichts im Vergleich zum Leben eines Apfelbaums aber Es gibt ihn jetzt schon fast dreizig Jahre.

00:29:38: den regionalen Apfelmarkt.

00:29:40: Dieses Jahr findet er am elften Oktober in Aschaffenburg statt.

00:29:45: Du bist auch präsent glaube ich?

00:29:47: Oder wirst Präsent sein und kennst Ältere Veranstaltungen.

00:29:51: Was genau passiert da und was macht ihr da?

00:29:54: Genau, also ist eine super Veranstaltung, macht glaube ich immer sehr viel Spaß.

00:29:58: Es gibt ein vielfältiges Angebot eben rund ums Thema Apfel.

00:30:02: Das heißt es gibt immer ne große Sortenausstellung.

00:30:05: Es ist nen Pomologe vor Ort der auch Leuten ihre Äpfel dann bestimmt.

00:30:11: Also was is das für ne Sorte?

00:30:12: kann man quasi seine Äpfeln mitbringen Gibt die dort ab und bekommt dann die Sorte wenn man die nicht weiß?

00:30:19: Ansonsten natürlich viele Informationsstände, viele Verkaufsstände.

00:30:23: Fachvorträge... Also ich glaube es ist letzten Endes für alle was dabei von groß und klein.

00:30:30: Genau!

00:30:30: Und wie du schon gesagt hast also wir auch in den letzten Jahren sind wir, meine Kolleginnen jetzt aus dem Landkreis Miltenberg die Linda Sedel-Major Oswald und ich wer sind dabei vertreten da den bayerischen Streuhofspackt informieren eben darüber über die Fördermöglichkeiten insgesamt den Lebensraum Streuobst über die Bewirtschaftung, Pflege von Streuaufsbeständen.

00:30:52: Zusätzlich wird Linda einen Fachvortrag zum Thema Biodiversität in Streuabständen halten.

00:30:57: Also ich denke es ist sehr interessant unbedingt vorbeikommen und sich das anschauen.

00:31:03: Ja kann ich nur bestätigen.

00:31:04: also es wird wirklich dort auch nicht nur Fachverträge für interessierte Bürger- und Informationsstände geben sondern auch viel für Kinder eine Kinder-Rallye Es gibt eine Apfelsaftpresse in Aktion Theatervorführungen, also ich denke das lohnt sich auf jeden Fall am elften Oktober nach Aschaffenburg zu kommen.

00:31:22: Du hast gerade noch den Pomologen erwähnt.

00:31:25: Das heißt der kann anhand von dem anderen der Früchte sagen dass es vermutlich die und die Sorte.

00:31:32: wie viele Apfelsorten gibt's denn?

00:31:33: Weißt du das?

00:31:34: Wahrscheinlich hunderte oder?

00:31:36: Tausende!

00:31:37: Genau ich glaube allein in Bayern sind so um die zweitausend.

00:31:44: Also das Sortenspektrum ist da wirklich riesig.

00:31:47: Für mich ist es tatsächlich auch immer fast unglaublich, wie diese Leute anhand von wenigen Merkmalen und vor allem an teilweise wirklich kleinsten Unterscheidungen der einzelnen Sorten sich auf eine Sorte festlegen können.

00:32:05: Anhand von drei, vier, fünf Äpfeln die man von dieser Sorte mitbringt einem die Sorte bestimmen.

00:32:10: Wie

00:32:12: wird man den Promologe, weißt du das?

00:32:13: Ist es eine Ausbildung oder...

00:32:15: Nee.

00:32:16: Das ist letzten Endes dann auch über Interesse.

00:32:18: Man muss sich eben über Seminare die von anderen Promologen halt gegeben werden kann man sich in das Thema reinarbeiten legt sich seine eigenen Datenbanken an mit Fotos und Kernsammlungen.

00:32:34: also Es ist ein Riesenthema.

00:32:37: ich bin da tatsächlich nicht so weit drinnen.

00:32:41: Also bin da auch froh, dass es dafür Experten gibt bei uns im Landkreis.

00:32:46: also ja ist ein cooles Thema.

00:32:50: Ja ich denke und das auch noch mal der Aufruf für alle die zu Hause Äpfel haben oder sich immer gefragt haben was ist das eigentlich für den Apfel auf der Steuerungswiese von der Oma?

00:33:02: Einfach mit einpacken am besten zwei drei und dann kann man das auf dem Apfelmarkt bestimmen

00:33:07: lassen.

00:33:08: genau

00:33:10: Zum Abschluss vielleicht noch.

00:33:11: Jetzt haben wir viel über Obst gesprochen, hast du denn eine Lieblingsapfelsorte?

00:33:16: oder was machst du mit dem Obst?

00:33:18: Was bei dir wächst zu Hause?

00:33:20: Mit der Marmelade daraus Appleboy oder wie...was passiert da?

00:33:24: Ja natürlich auch!

00:33:25: Also was wir jetzt seit einigen Jahren machen so als Ja, Familien-Event eigentlich jedes Jahr ist das wir selber unseren Apfelsaft kältern.

00:33:35: Es ist immer wirklich ein super schönes Wochenende mit der ganzen Familie.

00:33:38: also von klein bis groß ist da jeder dabei und irgendwie eingespannt.

00:33:43: es macht allen Spaß.

00:33:44: Also ihr habt eine eigene Presse dann oder?

00:33:45: Genau

00:33:46: ja wir haben eine kleine eigene Pressee und eben eine Apfelmühle.

00:33:50: also man leiert dann zuerst die Äpfel durch so ne Mühle dass sie ein bisschen zerquetscht werden packt sie dann in die Presse rein Press dann, hat den Apfelsaft.

00:33:59: Lässt es über Nacht stehen oder so machen wir's zumindest und am nächsten Tag wirds haltbar gemacht heißt erhitzt, pasteurisiert und dann in Flaschen abgefüllt.

00:34:10: Und so hat man dann quasi seinen Jahresvorrat an Apfelseft.

00:34:14: wenn das gut läuft Ja, und das macht einfach Spaß.

00:34:18: Also der Apfelsaft ist für mich so das Lieblingsprodukt.

00:34:22: eigentlich kann man sagen genau.

00:34:23: Und

00:34:23: aus welcher Sorte macht ihr das?

00:34:25: Was steht da bei dir?

00:34:26: oder ist es eine Mischung?

00:34:27: Genau!

00:34:27: Das ist ne Mischungen also wirklich alles mögliche.

00:34:31: letzten Endes die Sorten die ich vorhin schon genannt habe.

00:34:34: wir haben viel reinischer Bodenapfel Wir haben den Ontario, wir haben die Goldparmene Jakob Lebel.

00:34:42: Das ist

00:34:43: vielfältig.

00:34:44: Ja, doch es sind wirklich einige Bäume.

00:34:47: Hat dann natürlich auch von Freunden und Bekannten immer mal noch die Möglichkeit, die sagen, guck mal hier ich habe da noch ein Stückchen.

00:34:54: Da kannst du gerne auch Äpfel holen und nutzen wir dann auch gerne und verwerten das dann ja

00:35:02: sehr schön.

00:35:03: Dann, bevor ich... Ne guten Appetit.

00:35:06: Ist es ja dann nicht so?

00:35:07: Wie heißt das eigentlich beim Drinken?

00:35:09: Egal!

00:35:10: Bevor ich gut ein Durst wünsche vielleicht noch zum Abschluss an dich als Experten die Frage an unsere Hörer, die jetzt vielleicht nicht einen Obstbaum haben oder eine Streubswiese kann man als normalen Bürger auch etwas tun um dieses durchaus unterstützenswerte Projekt weiter zu unterstützen?

00:35:28: was können wir tun Beim Kaufen vielleicht oder beim Konsumieren?

00:35:31: auf was müssen wir achten?

00:35:32: Genau, also A wie du es jetzt schon gesagt hast konsumieren.

00:35:35: Also wenn man gerne eben Apfelsaft trinkt oder andere Produkte auch aus Obst hergestellt werden dann kann man da auf jeden Fall darauf achten dass das eben auch Obst von Streuobstwiesen

00:35:49: ist.

00:35:49: Woran merke ich das?

00:35:50: Das steht auf der Flasche drauf.

00:35:54: Und so leistet man quasi schon dann einen Teil, auch eben diesen Lebensraum im naturschutzfachlich hochwertigen Lebensraum zu erhalten.

00:36:03: Ist ja die einfachste Möglichkeit was eine andere Möglichkeit ist und dafür möchte ich gerne ein bisschen Werbung machen.

00:36:11: Es finden jetzt dann in den Wintermonaten, die jetzt dann kommen, finden wieder die Mistel-Aktionstage statt.

00:36:18: also sowohl im Landkreis Aschaffenburg als auch im Land Kreis Miltenberg wird veranstaltet.

00:36:22: meistens von den Landschaftspflegeverbänden oder auch von anderen Streuubsinitiativen können quasi alle dazukommen sich vorher anmelden.

00:36:31: man geht dann auf eine Fläche.

00:36:34: Über die Mistel haben wir jetzt noch gar nicht gesprochen, kann man vielleicht kurz sagen ist ein Riesenproblem bei uns in den Streuaufsbeständen.

00:36:41: Also es ja eine Pflanze, die auf den Bäumen wächst, den Bäum kontinuierlich Wasser-Nährstoffe entzieht und die Bäume eben so zusätzlich nochmal zu den heißen Sommern total schwächt unter der sterben wirklich ganze Bestände ab.

00:36:57: also hat mittlerweile wirklich dramatische Auswirkungen angenommen.

00:37:03: Und ja, der Landschaftspflegehörband setzt sich da sehr stark ein um eben diese Mistel zu bekämpfen.

00:37:09: Wer sich engagieren möchte kann eben zu diesen Mistellaktionstagen kommen und kann damit helfen die Misteln aus den Bäumen rauszuschneiden das Schnittgut dann zusammenzutragen.

00:37:18: gibt natürlich im Vorfeld kurze Informationen.

00:37:21: wie läuft das alles ab?

00:37:22: Gibt dann immer ein Festival irgendwie zum Mittag oder zum Abschluss auch mit Appleboy.

00:37:29: Also ist auch wirklich eine schöne Veranstaltung und da wird wirklich jede helfende Hand gebraucht.

00:37:35: Und ich denke, das ist eine super Möglichkeit sich da zu engagieren und eben auch diesen Kulturraum Streuobst zu erhalten.

00:37:46: Ja

00:37:46: es klingt interessant also ein Gemeinschaftserlebnis zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und Schutz der Streuobswiesen?

00:37:52: Genau ja!

00:37:53: Also die Termine dazu, die Veranstaltungen kann man auch noch mal sagen.

00:37:57: Das Infopartal Streuobst am Untermein findet man im Internet.

00:38:02: Da werden solche Termine und Veranstaltung immer rechtzeitig angekündigt.

00:38:07: also das vielleicht auch noch so als Info.

00:38:10: da findet man auch alle möglichen Informationen wenn es eben um Fördermöglichkeiten geht um Pflege von Streu Obst.

00:38:16: Also ist eine super Möglichkeit sich da ja in das Thema ein bisschen einzulesen.

00:38:22: Wenn es dann weitergehen soll, also da werden auch Termine für zum Beispiel Schnittkurse oder diese Baumwahrtausbildungen, die meistens ein ganzes Jahr gehen, angeboten werden.

00:38:35: Also kann man nur wirklich darauf verweisen.

00:38:37: Das ist sehr interessant, sollte man sich mal anschauen.

00:38:41: Okay!

00:38:42: Dann fasse ich mal zusammen.

00:38:45: Liebe Hörer und liebe Leute... Kommt zum regionalen Apfelmarkt am elften Oktober, helft mit bei den Mistelschneid-Aktionen vor allem im Herbst und Winter.

00:38:56: Und vor allem trinkt mehr regionaler Apfelsafte und Appleboy!

00:39:00: Dann hoffen wir dass wir bald noch mehr Streuupswiesen in der Region haben.

00:39:04: Lieber Peter ich sage vielen Dank das du da warst.

00:39:06: es war sehr spannend und ja ich drücke die Daumen

00:39:09: für

00:39:10: unsere Streuupswiesen.

00:39:12: Ja vielen dank schön dass ich hier sein konnte.

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